Mineralwasser, Sprudel.

Ein Mineralwasser ist nach der deutschen Mineralwasser- und Tafelwasserverordnung ein Grundwasser mit besonderen Eigenschaften, das zumeist aus einer Quelle gewonnen wird. Sein Ursprung ist ein natürliches, unterirdisches und vor Verunreinigung geschütztes Wasservorkommen.

Nicht abgepacktes Trinkwasser aus der öffentlichen Trinkwasserversorgung wird meist als Leitungswasser bezeichnet. Kohlensäurehaltiges Mineralwasser wird auch als saurer Sprudel oder als Selterswasser (kurz Selters) bezeichnet. In Deutschland darf rechtlich als "Sprudel" nur Mineralwasser und nur dann bezeichnet werden, wenn es unter Kohlendioxidzusatz abgefüllt wurde oder es sich um einen Sauerbrunnen handelt, bei dem das Wasser unter natürlichem Kohlensäuredruck sprudelt. Sauerbrunnen oder Säuerlinge sind Mineralwasser, die natürlicherweise mehr als 250 mg/l Kohlendioxid enthalten und keine weitere Behandlung erfahren haben; ausgenommen ist weiterer Kohlendioxidzusatz.

Ist Mineralwasser gesünder als Leitungswasser? Mineralwasser, Sprudel.

Eine Untersuchung zur ernährungsphysiologischen Bedeutung von Trinkwasser in Deutschland kam im Jahr 2009 zu dem Schluss, dass Trink- und Mineralwässer zur Mineralstoffbedarfsdeckung eines Menschen beitragen können, der Bedarf an Mineralstoffen aber überwiegend durch feste Nahrung gedeckt wird. Bei einem gesunden Menschen und bei normaler Ernährung macht es deshalb keinen Unterschied, ob man seinen Flüssigkeitsbedarf durch Mineralwasser oder Leitungswasser deckt. Allerdings kann das Trinken eines calciumreichen Mineralwassers sinnvoll sein, wenn eine Milchzuckerunverträglichkeit vorliegt und deshalb die Calciumquellen Milch und Milchprodukte nicht verzehrt werden. In kalkhaltigen Regionen ist der Calcium-Gehalt des Trinkwassers signifikant höher als der eines durchschnittlichen Mineralwassers; so enthält Berliner Trinkwasser bis zu 150 mg Calcium pro Liter, manche Mineralwässer nur ein Zehntel davon. Die Variantionsbreite des Mineralstoffgehalts ist innerhalb der Gruppen größer, als der zwischen den Gruppen Leitungswasser und Mineralwasser. Weil das Leitungswasser nicht wählbar ist, hängt diese Entscheidung demnach von regionalen Gegebenheiten ab, die man anhand der Veröffentlichung des regionalen Wasserversorgers und dem Analyse-Auszug auf der Wasserflasche treffen muss. Im Allgemeinen wird ein hoher Calcium- und Magnesium-Gehalt sowie ein niedriger Natrium-Gehalt als erstrebenswert angesehen.

Umweltaspekte. Mineralwasser, Sprudel.

Mineralwasser belastet durch Verpackung und Transporte, wie andere Lebensmittel auch, die Umwelt. Die spezifischen Umweltbelastungen von Mineralwasser wurden in einer vom Interessenverband der Schweizer Wasserversorger (SVGW) bezahlten Studie untersucht und mit der Ökobilanz von Trinkwasser aus dem Hahn verglichen. Gekühltes sprudelndes Mineralwasser in der Einwegflasche hat demnach eine 3,46 mal so hohen Umweltbelastung-97-Wert wie gekühltes sprudelndes Trinkwasser aus dem Hahn. Wesentliche Aspekte sind dabei die Verpackung und der Transport. Mehrwegverpackungen sind nur dann umweltfreundlicher wenn sie nicht über lange Distanzen transportiert werden müssen. Bei den Transporten ist neben der Entfernung auch das Transportmittel (Lkw, Bahn, Schiff) wichtig für eine Beurteilung.

[Quelle: Wikipedia]

Heimsprudler und Mineralwasser. Mineralwasser, Sprudel.

Sprudlendes Trinkwasser aus dem Heimsprudler-System gehört nicht zu den Mineralwassern. Das für das Heimsprudler-System genutzte Leitungswasser grenzt sich von Mineralwasser dahin gehend ab, dass:

  • es viel weniger kostet,
  • es die Umwelt nicht durch den Transport zum Verbraucher belastet,
  • sich die Mineralienzusammensetzung "nicht verstecken" braucht,
  • keine Mühen beim Schleppen von Kisten entstehen,
  • keine Lagerung und Zwischenlagerung notwendig ist, sondern frisch ins Glas gezapft werden kann.


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